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zu Corteforte, Valpolicella (Amarone)
Das
Valpolicella, Herkunftsregion des Amarone und Valpolicellla
Ripasso (superiore)
DOC
für Rotwein im Westen der italienischen Region Venetien,
der neben dem Chianti wohl zu den bekanntesten Italiens
zählt. Die Zone umfasst die Gemeinden Cazzano di Tramigna,
Cerro Veronese, Colognola ai Colli, Dolce, Fumane (San Zeno,
Osan), Grezzana, Illasi, Lavagno, Marano di Valpolicella,
Mezzane di Sotto, Montecchia di Crosara, Negrar, Pescantina,
San Martino Buon Albergo, San Mauro di Saline, San Pietro
in Cariano, Sant´Ambrogio di Valpolicella, Tregnago
und Verona in der Provinz Verona. Die fünf Gemeinden
Fumane, Marano, Negrar, San Pietro und Sant´Ambrogio
bilden den Classico-Bereich mit terrassierten Lagen. Die
klimatischen Bedingungen mit dem nahen Gardasee begünstigen
die Herstellung von Rotweinen und die Trocknung der Trauben
auf Holzrosten für die Varianten Recioto und Amarone.
Der Wein hat ein fruchtiges Bouquet nach Bittermandeln,
ist (auch von den Rebsorten her) ähnlich dem Bardolino,
aber dunkler, kräftiger und langlebiger. Einige Erzeuger
initiieren nach der Gärung durch Zusatz von Amarone-
oder Recioto-Maische eine zweite Gärung - dies wird
als Ripasso bezeichnet. Dadurch ist der Wein körperreicher
und geschmacksvoller als der normale Valpolicella. Der Valpolicella
wird (bei allen Varianten) aus den einheimischen, roten
Rebsorten Corvina Veronese (40-70%), Rondinella (20-40%),
Molinara (5-25%), in beliebiger Mischung von Barbera, Negrara
Trentina, Rossignola und Sangiovese (bis 15%), sowie eventuell
anderen zugelassenen und nichtaromatischen roten Sorten
(bis 5%) verschnitten. Er hat einen Alkohol-Gehalt von 11%
vol. Der Superiore muss ein Jahr altern und hat 12% vol.
Der süsse Recioto della Valpolicella (auch als Spumante)
wird aus teilweise getrockneten Trauben gekeltert, er hat
14% vol Alkohol-Gehalt. Der tiefrote und ausgeprägt
herbe Amarone della Valpolicella wird ebenfalls aus halbgetrockneten
Trauben gekeltert, aber komplett vergoren. Er muss zwei
Jahre lagern und hat 14% vol Alkohol-Gehalt. Alle Weine
(ausser dem Spumante) aus der klassischen Zone dürfen
die Zusatzbezeichnung Classico tragen. Der Unterbereich
Valpantena (grossteils in Besitz des 200 Hektar umfassenden
Weingutes Bertani) darf ebenfalls zusätzlich auf dem
Etikett genannt werden. Bekannte Produzenten sind Accordini,
Allegrini, Bertani, Bolla, Brunelli, Campagnola, Corteforte,
Dal Forno, Michele Castellani, Guerrieri-Rizzardi, Lenotti,
Masi, Roberto Mazzi, Quintarelli, Fratelli Pasqua, Le Ragose,
Le Salette, Speri, Fratelli Tedeschi, Tommasi, Villa Monteleone
und Zenato
Die
(drei wichtigsten) Traubensorten des Valpolicella
Corvina
Die rote Rebsorte Corvina wird vor allem im Nordosten Italiens
in den Regionen Venetien (wo sie die dominierende Sorte
in den DOC-Rotweinen Bardolino und Valpolicella ist) und
Lombardei angebaut und wird dort als Bestandteil in einigen
weiteren DOC-Weinen verwendet.
Es gibt über 200 verschiedene Klone, die insgesamt
4.500 Hektar Rebfläche belegen. Die Sorte erbringt
leichte, fruchtige Rotweine mit einem leichten Mandel-Bouquet.
Die Corvina ist geeignet für das Trocknen der Weintrauben
mittels des Recioto-Verfahrens. Dabei werden die Trauben
vier bis sechs Monate auf Gestellen in luftigen Hallen (Appassimento)
oder auch auf Strohmatten getrocknet. Dabei entwickelt sich
häufig eine durch die Botrytis hervorgerufene Edelfäule.
bekannte Synonyme sind:
Corvina Gentile, Corvina Nera, Corvina Veronese, Corvinone,
Cruina.
Molinara
Die rote Rebsorte Molinara stammt aus Norditalien, wird
aber auch in geringem Masse in Deutschland, Frankreich,
Australien und Spanien kultiviert.
Sie erzeugt fruchtige und gehaltvolle Rotweine und ist zum
Beispiel in den Weinen Bardolino und Valpolicella enthalten.
Beide sind DOC für trockenen Rot- und Rosé-Wein
im Westen der italienischen Region Venetien. Die Molinara
wird aber auch bei den bekannten intalienischen Weinen Amarone
und Recioto Classico eingesetzt.
bekannte Synonyme sind:
Rossara, Rossanella, Pola, Vesponme, Uva Salata, Rossara
della Forcella.
Rondinella
Die rote Rebsorte Rondinella (Vitis vinifera) stammt aus
den italienischen Regionen Venetien und Lombardei. Die Sorte
wird als Verschnittpartner verwendet und bringt dort Säure
und Farbe ein. Die Rondinella wird zum Beispiel im DOC-Rotwein
Bardolino für trockene Rot- und Rosé-Weine im
Westen der italienischen Region Venetien und in IGT´s
verwendet. Die Rondinella ist Bestandteil der Cuvée
des Valpolicella.
Selten wird sie sortenrein ausgebaut, da sie wenig eigenständigen
Charakter aufweisen kann. Dennoch wird Rondinella auf beachtlicher
Fläche angebaut und erfreut sich wegen ihres Ertragsreichtums
bei vielen Winzern grosser Beliebtheit.
Sie wird auch in Spanien und Frankreich angebaut.
Es sind keine weiteren Synonyme bekannt.
Die
Weine aus dem Valpolicella Gebiet
Valpolicella
Fruchtiger Rotwein aus dem DOC Gebiet Valpolicella. Der
Wein wird aus dem Traubensorten Rondinella, Corvina und
Molinara gekeltert. Der Ausbau erfolgt im Stahltank. Seine
eher helle Farbe und die intensiven Fruchtaromen machen
den Valpolicella zu einem sehr genussvollen Sommerwein der
sich vor allem zu Antipasti und leichten Gerichten kombinieren
lässt. Der Classico kommt aus den fünf Gemeinden
im Kerngebiet des Valpolicella (steile Terrassenlagen),
der superiore muss ein Jahr gelagert sein und wird vor allem
in der Version Ripasso hergestellt.
Valpolicella
Ripasso
Italienische Bezeichnung (auf deutsch "Wiederholung" oder
"erneuter Durchgang") für ein spezielles Verfahren
bei der Herstellung von Valpolicella. Bereits vergorenem
Rotwein werden im Winter getrocknete Traubenschalen (Trester)
aus der Verarbeitung des Herbstes zugesetzt. Durch die in
den Schalen enthaltenen Hefen und Zucker erfolgt eine erneute
Gärung. Aus den Schalen gelangen zusätzliche Farbstoffe
und Tannine in den Wein, der mehr Farbintensität, Fülle
und Charakter bekommt. Ausserdem erhält der Wein dadurch
die typisch bitteren Geschmacks-Nuancen eines Amarone. Einige
Erzeuger verwenden dafür aber auch Maische, die nicht
aus der Amarone-Erzeugung stammt. Das Verfahren darf nicht
mit Passito (Wein aus getrockneten Trauben) verwechselt
werden. Der Valpolicella Ripasso kann die Zusatzbezeichnung
classico haben wenn er aus dem Kerngebiet der Valpolicellaproduktion
stammt. Mit der Zusatzbezeichnung superiore muss er ein
Jahr länger gelagert sein und einen Mindestalkoholgehalt
von 12% vol. haben.
Recioto
Eine speziell um Verona in der Region Venetien gebräuchliche
Bezeichnung für einen süssen, aus rosinierten
Trauben bereiteten Wein, der angeblich auf den Raeticum
- einen antiken Wein der Römer zurückgeht. Die
Bezeichnung stammt vom Dialektwort "recie" für die
süssesten und reifsten Beeren. Dies bedeutet Öhrchen
und benennt die Weintrauben, die am Rebstock ganz aussen
liegen und dadurch die meiste Sonne bzw. Wärme abbekommen.
Diese wurden früher einzeln ausgelesen, was aber heute
nicht mehr angewendet wird. Die Trauben werden vier bis
sechs Monate auf Gestellen in luftigen Hallen (was man als
Appassimento bezeichnet) oder auch auf Strohmatten getrocknet.
Dabei entwickelt sich häufig eine durch die Botrytis
hervorgerufene Edelfäule. Der Alkohol-Gehalt beträgt
durch die Konzentration des Zuckers nicht selten über
15% vol. Die trockene Version heisst Amarone und weist eine
bittere (amaro) Note auf, hier ist die Edelfäule unerwünscht,
weil sie Säuregehalt, Farbe und Haltbarkeit negativ
beeinflussen kann. Angeblich wurde diese Version zufällig
entdeckt, weil ein Recioto nicht rechtzeitig aufhörte
zu gären. Beim Amarone beträgt die Mindestlagerzeit
im Fass drei Jahre, beim Recioto ist dies nicht vorgeschrieben.
Solche Weine sind eine Spezialität in Venetien, wo
neben einer Variante des Valpolicella auch der DOCG-Wein
Recioto di Soave auf diese sehr aufwändige Art hergestellt
wird. Im Prinzip entspricht Recioto dem in anderen italienischen
Regionen als Passito bezeichnetem Verfahren.
Amarone
della Valpolicella
In der italienischen Region Venetien gebräuchliche
Bezeichnung für einen aus getrockneten Trauben mittels
des Verfahrens Recioto erzeugten (und bei süssem Ausbau
auch dann als Recioto bezeichneten) Weines, der gegenüber
dem Recioto trocken ausgebaut wird und leicht bitter schmeckt
(amaro = bitter). Der bekannteste Vertreter ist der DOC-Wein
Amarone della Valpolicella. Sehr gute Produzenten sind Quintarelli,
Forno, Corteforte, Masi u.a.
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