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  Basilikata    

Der Vulture, ein Vulkan in der Basilikata, ist seit Jahrhunderten erloschen. Zurückgeblieben sind die mineralhaltigen Böden und eine äusserst fruchtbare Gegend. Am Sonntag finden sich Touristen ein, die Laghi di Monticchio, zwei Seen vulkanischen Ursprungs, locken mit ihren feinen Fischrestaurants zu Familienfesten. Die Jugendlichen sind mit dem Pedalo auf dem See und an schönen Sonntagen finden sich viele Familien zum einladenden Picknick am Seeufer oder in den nahen, wilden Wäldern. Nebst dem satten Grün sind es auch die mineralischen Böden, die Mineralquellen sprudeln lassen. Die meisten davon sind allerdings von bekannten Mineralwassermarken wie Gaudianello und Fonte Ninfa gefasst und werden in ganz Italien vermarktet. Wenige kleine Quellen finden sich noch im Wald und werden von den dortigen Bewohnern benutzt um ihre Kanister abzufüllen, bestes Mineralwasser mit natürlicher Kohlensäure versetzt. Nebst der wunderschönen Landschaft und den gesunden Quellen findet sich ein weiterer Schatz in der Region des Vulture:

Die Aglianico-Traube

Sie kommt ursprünglich aus Griechenland und wurde vor über 2000 Jahren nach Süditalien gebracht. Im Gegensatz zu anderen von den Phöniziern oder griechischen Kolonisten eingeführeten wärmeliebenden Reben, setzte sich die Aglianico-Rebe in den kühleren Gebieten des Südens fest – nebst der Basilikata auch im angrenzenden Norden von Apulien und in Kampanien, wo sie heute die Basis des Taurasi bildet. Aglianico mag die mineralischen Böden und gedeiht auf einer Höhe von 400 – 600 m ü. M. besonders gut. Die Aglianico wird oftmals als Nebbiolo des Südens bezeichnet. Wie die grosse Piemonteser-Traube besitzt die Aglianico Struktur und Langlebigkeit und mit dem Alter auch grosse Eleganz. Der Kern des Weinbaus liegt rund um die Städte Rionero und Barile am Osthang des Vulkans. In den schmalen Gassen des kleinen Städtchens Rionero wurden die Weinkeller weit in die weichen Tuffsteinflanken des Vulkans getrieben.

In dieser Gegend hat auch Paternoster seinen Sizt. Paternoster zählt zu den historischen Namen am Vulture. So finden sich im Telefonbuch von Barile gleich spaltenweise Paternosters. Der Betrieb wird von Vito Paternoster geführt. Zur Zeit wird ein Neubau am Rande von Barile, bei der Villa Rotondo mitten in den Rebbergen, aufgebaut. Die alte Cantina im Tuffsteinfels im Ortszentrum stiess zunehmend an ihre Grenzen. Hier reifen noch die Weine der aktuellen Jahrgänge. Der Synthesi, ein reiner Aglianico, wird mehrheitlich im grossen Holzfass gereift. Ein Teil der Ernte kommt in gebrauchten Barriques zur Reife. Der Wein präsentiert sich im jungen Stadium noch etwas kantig, wird dann aber zunehmend weich und rund mit einer schönen Eleganz. Der ganz grosse Wein der Cantina ist der Don Anselmo, er ist dem Vorfahren und Kellereigründer Anselmo Paternoster gewidmet. Eine weitere Erinnerung an den Vorfahren ist das alte Messingschild über dem Eingang der Cantina: Viticoltore Anselmo Paternoster. Ob es wohl im modernen Neubau noch einen Platz finden wird?

 
 
 
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