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Zwischen der Adria und dem Apennin zieht sich die Hügellandschaft der Marken. Die grösseren Städte finden sich entlang der Küste, im Hinterland trifft man auf kleine, von der Landwirtschaft geprägte Dörfer und Städtchen. Dahinter erhebt sich der Apennin, schneebedeckt bis weit in den Frühling. In den meisten Gebieten der Region profitiert die Wirtschaft von dem reibungslosen Zusammenspiel von Industrie, Handwerk, Handel und Landwirtschaft. In den Marken hat eine recht aussergewöhnliche und vom übrigen Italien abwei­chende Entwicklung stattgefunden, welche die traditionellen landwirtschaftlichen Strukturen nicht ausgelöscht, sondern weitgehend bewahrt und in die modernen Wirtschaftsabläufe integriert hat. Ein staatliches Programm zur Förderung des biologischen Landbaus wurde in dieser Region besonders klug umgesetzt. Das Geld wurde nicht einfach an „Umsteiger“ verteilt, sondern ausschliesslich für Forschung und Beratung eingesetzt. Eine ganze Equipe von Beratern motivierte und unterstützte die Bauern beim Umstieg zur biologischen Produktion. Heute sind bereits 60% der Landwirtschaftsbetriebe auf den biologischen Anbau umgestiegen und sind damit sehr erfolgreich.

Die Hügellandschaft der Marke mit den sanft zur Adria abfallenden Hängen, welche durch das Meer intensiver wärme- und sonnenbestrahlt werden, bietet ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Der Rebbau nimmt in der Landwirtschaft denn auch einen vorrangigen Platz ein. In der Heimat des international bekannten Verdicchio herrschen die weissen Trauben vor, im südlichen Teil im Gebiet um Ascoli die roten Trauben. Der Küste entlang wird Fischfang betrieben, bekannt sind die ausgezeichnete Fischsuppe „Brodetto“ und die mit Sardellen gefüllten Oliven. Die riesigen Wälder im Hinterland, die bis weit in die Bergtäler steigen, sind reich an schwarzen Trüffeln.

Montepulciano ist die Haupttraubensorte in den Abruzzen und weit verbreitet in der Marke, der Toskana und Nordapulien. Ihre Herkunft ist nicht genau bekannt. Spekuliert wird, dass sie möglicherweise aus Montepulciano in der Provinz Siena kommt. Sicher ist jedenfalls, dass sie mit der Sangiovese-Traube sehr nahe verwandt ist. Sicher ist auch, dass sich aus ihr ausgezeichnete Weine keltern lassen, wenn nicht alle Trauben am Stock ausreifen. Die Reben müssen im Sommer ausgelichtet werden, so wird der Ertrag beschränkt. Die einzelne Beere enthält mehr Aromastoffe und mehr Zucker, der Wein wird kräftiger und vor allem aromatischer. Auf dem Weingut von Saladini Pilastri werden die Erträge in allen Rebbergen ganz wesentlich reduziert – mit bemerkenswertem Resultat.

 
 
Unsere Produzenten
Fiorano
Saladini Pilastri
 
 
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