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Wunderschönes
Sizilien
(nach einer Sendung des WDR vom 10.April 2005)
Inhalt:
Allgemeines
Das
Land, wo die Zitronen blühen
Der
Feuerberg
Klima
Geschichte
Mafia
Die
Tempel von Agrigent
Palermo
Taormina
Essen
und Trinken in Taormina
Wandern
auf dem Ätna
Zitronen
im Essen
Weitere
Informationen
Links
Literatur
Allgemeines
Die
Insel ist mit 25.426 Quadratkilometer die größte
Insel Italiens und des gesamten Mittelmeeres. Sizilien
und die sie umgebenden kleineren Inseln bilden eine autonome
Region, in der ca. 5 Millionen Einwohner leben. Es gibt
zwei große Flughäfen, einer in Catania, der
andere in Palermo.
Eine
Hochebene bildet den größten Teil der Fläche
Siziliens. Sie erhebt sich auf 150 bis 580 Meter über
dem Meeresspiegel. Sizilien gehört zu den wirtschaftlich
unterentwickelten Gebieten der EU. Die Insel ist wenig
industrialisiert. In manchen Regionen liegt die Arbeitslosenquote
bei mehr als 20 Prozent, jeder zweite Jugendliche ist
dort arbeitslos. Das Bruttosozialprodukt Siziliens ist
nicht einmal halb so gross wie das der norditalienischen
Lombardei.
Das
Land, wo die Zitronen blühen
Noch
immer hat die Landwirtschaft die größte wirtschaftliche
Bedeutung. Sie ist der vorherrschende Erwerbszweig der
Sizilianer. Neben Weizen werden Zitrusfrüchte und
Oliven angebaut.
Zitronen
werden bereits seit dem Altertum kultiviert, wo genau
man ursprünglich damit begann, ist allerdings unklar.
Vermutlich stammen sie aus dem zentralasiatischen Raum,
möglicherweise aus dem Iran. Anderen Quellen zufolge
sollen die ersten Zitronen im Himalaja gewachsen sein.
In
Nord- und Mitteleuropa wurde die Zitrone erst durch
die großen Kreuzzüge bekannt.
In
der Region von Siracusa hat der Zitronenanbau eine lange
Tradition. Aus den riesigen Plantagen stammen mittlerweile
fast 90 Prozent des italienischen Zitronenexports. Wie
vor Hunderten von Jahren werden die Früchte hier
auch heute noch in mühevoller Arbeit von Hand geerntet.
Nur in der Verarbeitung hat der Fortschritt Einzug gehalten.
Anders wären die Erntemengen auch nicht mehr zu bewältigen.
Die Agrarbetriebe sind längst zu einem der grössten
Arbeitgeber in den ländlichen Gebieten geworden.
Schwefelbergbau
und das Fördern von Stein- und Kalisalzen sind weitere
wichtige Wirtschaftszweige der Insel. Ferner befinden
sich im Osten nahe der Städte Catania, Syrakus, sowie
Ragusa und Gela Produktionsstätten der petrochemischen
Industrie. Von Sizilien aus wird ein Viertel der Fischereiwirtschaft
Italiens betrieben. In den ausgedehnten Fischgründen
vor der Küste gibt es Thunfisch, Sardellen, Korallen
und Krebstiere. Allerdings ist der Thunfischbestand stark
dezimiert. Vor allem japanische Industriefischer jagen
den Thun mit modernstem Gerät. Ein Entkommen ist
kaum möglich.
Der
Feuerberg
Im
Osten erhebt sich der Ätna, der höchste aktive
Vulkan Europas. Er überragt mit einer Höhe von
mehr als 3300 Metern die gesamte Insel. Die Sizilianer
nennen ihn auch "Mongibello", den Berg der Berge,
denn in dem Wort steckt das arabische "Djebel"
- Berg und "La Montagna", der Berg. Ab 1600
Höhenmeter liegt von Dezember bis Mai Schnee. Dieser
Schnee war früher die Haupteinnahmequelle des Bischofs
von Catania. Denn der Schnee wurde als Kühlmittel
nach ganz Süditalien exportiert. Den Ätna umgibt
eine fruchtbare Gartenlandschaft, die im Süden in
die Ebene von Catania übergeht.
Bis
heute gilt der sizilianische Vulkan bei den Einheimischen
als "der Gutmütige", weil seine Lava zumeist
behutsam aus ihm heraus fliesst. Nur selten kamen
bei seinen Ausbrüchen Menschen zu Schaden, weil sie
sich nicht in Sicherheit brachten. Kein Vulkan ist so
gut erforscht wie der Ätna. Allmählich mehren
sich die Stimmen, dass der Ätna seinen Charakter
ändern könnte. Aus dem gutmütigen Feuerberg
könnte ein hoch explosiver Vulkan werden. Das allerdings
wird vermutlich noch lange, womöglich Jahrhunderte,
dauern.
Dass
der Ätna in Zukunft heftiger ausbrechen könnte,
bestätigen Untersuchungen der im Sommer 2001 geförderten
Lava. Forscher fanden in der Lava das Mineral Amphibol,
das gewöhnlich nur von Hochrisikovulkanen ausgespuckt
wird. Amphibol enthält Wasser, und Wasser macht Lava
gefährlich, weil es explosiv verdampft.
Der
Geologe Boris Behncke von der Universität Catania
stellte fest, dass die Ausbrüche der vergangenen
150 Jahre einem wiederkehrenden Muster mit drei Phasen
folgten: Es begann immer mit einer Ruhephase von einigen
Jahren. Dann schossen bestenfalls wenige Tage vorher-durch
Erdbeben angekündigt - Lava- und Aschefontänen
aus dem Hauptschlot des Vulkans. Zuletzt brachen auch
aus den Bergflanken Lava und Asche hervor. Mit den Eruptionen
im Sommer 2001 trat der Ätna in die letzte Phase
des fünften Zyklus. Folge der Vulkan seinem bisherigen
Rhythmus, komme es in den nächsten zehn bis 15 Jahren
zu einer Serie von Ausbrüchen, die im Laufe der Zeit
immer grösser würden, glaubt Behncke. Abgeschlossen
werde der laufende Zyklus wahrscheinlich mit einem äusserst
großen Ausbruch. Sollte der Geologe Recht haben,
stehen den Sizilianern unruhige Zeiten bevor.
Die
einzigen deutlich abgesetzten Bergketten befinden sich
im Norden, sie heissen Nebrodi und Madonie. Die Insel
ist durch die Straße von Messina vom italienischen
Festland getrennt.
Klima
Ein
heißes, trockenes Klima im Sommer und milde Winter
kennzeichnen das Wetter Siziliens. Die Regenzeit ist auf
den Spätherbst und Winter beschränkt. Die Trockenheit
im Sommer wird häufig zum Problem, da durch die extreme
Dürre sogar das Leitungswasser knapp werden kann.
Der
Schirokko ist ein heisser, trockener Wind, der in
den Wüstenregionen Nordafrikas entsteht, von Süden
her über die Insel weht und oft Sand transportiert.
Auf seinem Weg über das Mittelmeer kann er viel Feuchtigkeit
aufnehmen und verursacht dann heftige Niederschläge.
In
den Sommermonaten steigt das Thermometer auch häufiger
mal über die 40 Grad Marke.
Geschichte
Bis
zur Entdeckung Amerikas galt: Wer Sizilien beherrschte,
der war der Herr der Welt. Als Kolumbus 1492 den neuen
Kontinent entdeckte, ging die strategische und wirtschaftliche
Vorrangstellung des mediterranen Raums und damit Siziliens
allmählich zu Ende, nicht aber seine kulturelle.
Die
Ureinwohner der Insel hießen Sikaner und Sikuler
und wanderten über die südliche Spitze Italiens
nach Sizilien ein. Sie wurden durch Phöniker, Karthager
und Griechen verdrängt. 735 vor Christus gründeten
die Griechen ihre erste Siedlung, Naxos. eitere bedeutende,
griechische Zentren waren Akragus, das heutige Agrigento,
und Gela. Im Tal der Tempel in der Nähe von Agrigento
sind zahlreiche griechische Bauwerke aus der Antike erhalten
geblieben.
536
vor Christus betraten die Karthager zum ersten Mal die
Insel. Karthago ist eine 814 vor Christus von den Phöniziern
gegründete Stadt, die im heutigen Tunesien lag. Die
Karthager erbauten im Westen Siziliens die Städte
Panormus, das heutige Palermo, Solois und Motya. Zwischen
den Karthagern und den Griechen kam es zu ahlreichen kriegerischen
Auseinandersetzungen, um die Vorherrschaft auf der Insel.
Während
des Ersten Punischen Krieges wird Sizilien zur römischen
Provinz. Der Erste Punische Krieg war der erste der drei
großen Kriege zwischen Karthago und dem Römischen
Reich. Nur das griechische Territorium im Osten der Insel
wird nicht von Rom eingenommen. Es wird erst 212 vor Christus
nach dem Ersten Makedonischen Krieg zwischen Rom und Makedonien
mit der Einnahme des griechisch beherrschten Syrakus römisch.
Die
Geschichte der Insel ist bewegt. Oft wird Sizilien von
fremden Mächten eingenommen. Vandalen, Goten, Byzantiner,
Araber, ab 1091 die Normannen, danach begann die Dynastie
der Staufer.
Kaum
ein anderes Eiland wurde so zum Schnittpunkt der Kulturen
wie Sizilien. Goethe besuchte vor etwa 200 Jahren bei
seiner Spurensuche der Antike Sizilien. Bis heute gilt
die Insel unter Kulturtouristen als erste Adresse.
"Nirgendwo",
schreibt Peter Peter in seinem Polyglott- Reiseführer,
"kann man sich so schön in den Weltkulturen
zwischen Orient und Abendland bewegen wie auf Sizilien.
Phönizier und Araber aus Nordafrika, Griechen und
Albaner aus dem Osten, Normannen, Staufer und Piemontesen
aus dem Norden, Spanier aus dem Westen", sie alle
haben tiefe Spuren hinterlassen.
Mafia
Die
Mafia ist und bleibt ein Thema, auch wenn sie zur Zeit
weniger in die Schlagzeilen gerät. Kaum jemand denkt
noch an den 23. Mai 1992, als der Ermittlungsrichter Giovanni
Falcone in Palermo Opfer eines Bombenattentats wurde.
Mit ihm starben seine Frau Francesca und drei Leibwächter.
Falcone war einer von vielen, der im Kampf gegen das organisierte
Verbrechen sein Leben verlor. Wenig später wurde
sein Kollege Paolo Borsellino ebenfalls Opfer eines Anschlags.
Nach
Jahren sinkenden Einflusses gewinnt die Mafia wieder an
Bedeutung, sagen Experten. Noch immer riskieren mutige
Menschen ihr Leben, wenn sie sich gegen die Mafia erheben.
Touristen
bekommen von dem Einfluss der Mafia in der Regel nichts
mit. Sizilien zählt zu den sichersten Urlaubsgebieten
der Welt. Allerdings: Die lästige Kleinkriminalität
wie Handtaschen- oder Autodiebstahl gibt es nach wie vor.
Die
Tempel von Agrigent
Die
Griechen nannten die Gegend "Akragas", steiles
Land. Ein passender Name, denn Agrigent liegt auf einem
Plateau mehr als 300 Meter über dem Meeresspiegel.
580 vor Christus gründeten griechische Siedler aus
Gela die strategisch gut gelegene Stadt. Um 450 hatte
Agrigent rund 200.000 Einwohner, wurde aber 406 n. Chr.
von den Karthagern erobert, geplündert und erholte
sich nie wieder. Zeugnis dieser Zeit ist das Valle dei
Templi.
Zweifellos
ist das Tal der Tempel eines der kulturhistorischen Highlights
Siziliens. Dabei ist der Name eher ein wenig irreführend,
denn der antike Tempelkomplex liegt auf einem Höhenkamm.
Wie
an einer Perlenschnur reihen sich Tempel an Tempelruine:
Das Trümmerfeld des Herakles Tempel, der Concordia
Tempel und der Hera Tempel. Das Olympieion mit den Überresten
des monumentalen Zeus Tempels sowie das Demeter Heiligtum
befinden sich etwas ausserhalb. Der Höhepunkt
ist zweifelsfrei der Concordia Tempel, der seine Rettung
der zweckentfremdeten Nutzung als christliche Kirche verdankt.
Den
eigentlichen Tempelkomplex erreicht man über die
Staatsstraße 115. In den Sommermonaten sollte man
nicht gleich den kleinen Parkplatz am Haupteingang nutzen.
Weiter östlich befindet sich noch ein zweiter, nicht
so überlaufener Eingang mit Parkplatz. Auf alle Fälle
sollte man noch schnell seinen Reiseführer einstecken,
denn die Beschilderung ist etwas dürftig.
Wenn
es sich nur irgendwie einrichten lässt, sollte man
dem Tal der Tempel während der blauen Stunde kurz
nach Sonnenuntergang einen Besuch abstatten. Scheinwerfer
beleuchten alle Tempel und lassen diese wie überdimensionale
Goldschmiedearbeiten erscheinen. Einige wenige Kilometer
südwestlich befindet sich nahe dem Capo Bianco ein
sehr schöner Küstenabschnitt.
Palermo
Siziliens
Hauptstadt mit ihren etwa 700.000 Einwohnern scheidet
die Geister. Die einen finden die Metropole einfach spannend,
die anderen behaupten, Palermo sei eine chaotische und
verwahrloste Stadt. Es kommt auf den Standpunkt an. Mit
Sicherheit ist Palermo die interessanteste Stadt der Insel
und wer verwinkelte und halb verfallene Altstadtviertel
mag, der ist in Palermo richtig. Palermo hat sich ohne
Zweifel zu seinem Vorteil verändert. Viele Gebäude
wurden restauriert, aber vieles ist vom Verfall bedroht.
Palermos Vororte sind so hässlich wie andernorts
auch.
Der
Platz "Quattro Canti" (Vier Ecken) oder offiziell
Piazza Vigliena bietet eine gute Orientierung. Er liegt
an der Kreuzung Via Maqueda und Cassaro. Als Grenzen der
Innenstadt kann man die Plätze Piazza Castelnuovo,
Piazza Ruggero Settimo und Piazza Don Sturzo betrachten.
Ein
absolutes Muss ist der Normannenpalast mit seiner wunderschönen
Capella Palatina und die Kathedrale. Als Kirchen sind
La Martorana (1143), San Cataldo (1160) mit normannischen
und arabischen Stilelementen, San Giovanni degli Eremiti
und Santa Maria della Catene zu nennen. Auch das Museo
Archeològico ist einen Besuch wert.
Taormina
Taormina
ist eindeutig die touristische Hauptstadt Siziliens. Etwa
eine Millionen Besucher kommen jährlich hierher.
Die 10.000 Einwohner des Städtchens leben überwiegend
vom Tourismus. Trotz der Massen hat der Ort seinen Charme
bewahrt.
Im
letzten Jahrhundert war Taormina vorwiegend Winterurlaubsziel
für wohlhabende Reisende, heute ist im Sommer Hochsaison
für Touristen aus allen Teilen der Welt.
Die
Stadt liegt etwa 200 Meter hoch über dem Meer. Im
Hintergrund ist der Ätna zu sehen. Der Corso Umberto
I ist die wichtigste Flaniermeile und Orientierungspunkt
in der Stadt. Von der Porta Messina geht es fast 1 km
zu Fuss bis zur Porta Catania durch das mittelalterliche
Zentrum der Stadt, vorbei an der Piazza 9 Aprile mit weitem
Blick auf die Küste. Unzählige Geschäfte,
Trattorien und Restaurants säumen den Weg. Mag man
es etwas ruhiger, kann man in eine der vielen, kleinen
Seitengassen ausweichen, in denen sich noch lauschige
Plätzchen und ursprüngliche Läden finden
lassen.
Die
berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist das
Teatro Greco-Romano, ein griechisch-römisches Amphitheater,
in dem heute noch Aufführungen stattfinden und von
dem man einen unvergleichlichen Ausblick hat. Schon Goethe
genoss gegen Ende des 18. Jahrhunderts den Blick vom griechisch-römischen
Theater auf die Stadt und den Ätna und nannte Taormina
einen "Paradieszipfel".
Unterhalb
der Stadt liegt Mazzaro, eine Strandsiedlung, die über
eine Seilbahn zu erreichen ist. Der nahe gelegene Ort
Letojanni (ca. sechs km) lädt mit seinem Sand- und
Kiesstrand ebenfalls zum Baden ein. Im Süden geht's
nach Giardinii Naxos an den Strand, einst erste griechische
Siedlung auf Sizilien, heute fast reine Feriensiedlung
mit vielen Pauschalgästen.
Essen
und Trinken in Taormina
Osteria
Nero D'Avola, Weinstube
und Restaurant. Vico Spuches 8, eine Gasse nicht weit
von der Porta Catania. Hervorragende Auswahl sizilianischer
Weine. Mit Liebe zubereitetes, vorzügliches Essen.
Nicht allzu grosse Portionen. Der Besitzer Salvatore
Siligato weiss viel von seinen Weinen. Einiges von
dem, was bei ihm auf den Tisch kommt, fischt, jagt und
sammelt er selbst.
Di
Vino, Piazza
Raggia 4, etwas versteckt bei der Via di Giovanni. Eine
empfehlenswerte Weinbar mit vielfältigem Angebot
sizilianischer Weine. Der Besitzer erzählt gern viel
und kompetent über seine Weine. Kleine Küche
zum Wein.
Wandern
auf dem Ätna
Edward
Tronchet und seine Kollegen bieten viele interessante
Ausflüge an. Der gebürtige Schweizer Edward
Tronchet ist ein freundlicher, kompetenter und hilfsbereiter
Mann, der englisch, deutsch, französisch und italienisch
spricht. Touren unter anderem: zum Ätna Hauptkrater,
ca. 3300 Meter. Start von Piano Provenzana 1800 Meter
mit Minibus Geländewagen bis 2.800 m. durch die letzten
Lavaströme des Ausbruchs von 2002. Ankunft am Observatorium.
Mit Bergführer bis zu den Hauptkratern des Ätna,
um die Voragine und Bocca Nuova (Zentral Krater) und den
Nord-Ost Krater zu sehen. Nach einer Picknickpause läuft
man den Berg runter durch verschiedene Ausbrüche
des zwanzigsten Jahrhunderts und Rückkehr nach Piano
Provenzana.
Zitronen
im Essen
Die
Zitronen spielen eine wichtige Rolle in der sizilianischen
Küche. Spitzenköche bieten Pasta mit Zitronensauce
an oder Sardinen mariniert in Zitronensaft. Dafür
wird der fangfrische Fisch etwa 15 Minuten in den
Saft eingelegt, danach wird er abgegossen und die Sardinen
mit roten und grünen Peperoni garniert, das ist auch
optisch ein Genuss. Auch mit Parmesan überbackene
Miesmuscheln erhalten den letzten Pfiff durch den aromatischen
Saft der sizilianischen Zitronen.
Zitronensauce
(für
zwei Personen)
Zutaten:
*
2 Schalotten oder rote Zwiebeln
*
1 El Butter
*
3 Zitronen
*
6 El Sahne
*
2 El Gemüsebrühe
*
Salz
*
Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
*
Schalotten in feine Würfel schneiden und in Butter
anschwitzen.
*
Zwei Zitronen pressen, den Saft mit Sahne und Brühe
zu den Schalotten in die Pfanne geben.
*
Alles gut durchrühren, circa 5 Minuten reduzieren
lassen und würzen.
*
Die Sauce über Nudeln geben.
*
Die dritte Zitrone heiss abwaschen, in dünne
Scheiben schneiden, die Nudeln damit garnieren.
Limoncello:
Zitronenlikör
Bei
Biozitronen kann die Schale ohne Bedenken mitgegessen
werden. Auch für die Herstellung des berühmten
sizilianischen Zitronenlikörs "Limoncello"
verwendet man die fein geschnittenen Schalen von Biozitronen.
Rezept:
Die
Schalen von sieben bis acht Biozitronen zunächst
zehn Tage lang in 500 Milliliter 90-prozentigem Alkohol
einlegen. Einmal am Tag sollten sie gut durchgerührt
werden. Danach wird der Ansatz mit 750 Milliliter abgekochtem
Wasser und 300 Gramm Zucker aufgefüllt. Jetzt muss
der Zitronenlikör noch zwei Wochen ziehen. Er sollte
kalt gelagert werden.
Weitere
Informationen:
www.sizilien-rad.de
Internetreiseführer
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andere Aktivurlauber. Nützliche Tipps und Beschreibungen.
www.sicilian.net/lexikon/u.php3
Sizilianisches
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nach einer Sendung
des WDR vom 10.April 2005
von Ralf Gierkes
alle Angaben
ohne Gewähr
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